Susanne Glöckler

Über Mich

Mein Weg zum Verständnis für die Sprache meines Körpers

Ich habe lange versucht, so zu leben, wie es von uns allen erwartet wird: leisten, funktionieren, durchhalten. Wie die meisten Menschen in unserer Kultur habe ich gelernt, meine eigenen Bedürfnisse zu übergehen, und geglaubt, dass Stärke bedeutet, sich nicht anmerken zu lassen, wie erschöpft man ist. Erst als mein Körper nicht mehr mitmachte, begann etwas in mir zu rebellieren. Nicht gegen die Welt – sondern gegen die Entwürdigung meiner eigenen Grenzen.

Vom Zusammenbruch zur Selbstanbindung

Dieser Moment war kein Scheitern. Es war ein radikaler Wendepunkt. Mein Körper hat mir die Tür geöffnet zu einer völlig anderen Art von Wissen – zu einer inneren Intelligenz, die viel älter ist als unsere moderne Leistungslogik. Die traditionelle chinesische Medizin und der Ayurveda haben mir eine neue Sprache geschenkt, um zu verstehen, was in mir wirkt. Meine Symptome wurden auf einmal zu Botschaftern. Zu Hinweisen, zu Orientierung, zu Schutz. Und ich begann, meinen Körper nicht mehr als Gegner zu sehen, sondern als Partner.

Vom äußeren Halt zur inneren Freiheit– und warum Beziehung Nervensystem ist

Schon als Kind – als Tochter eines Kinderarztes – war ich umgeben von medizinischem Wissen und einer großen Selbstverständlichkeit im Umgang mit Körper und Gesundheit. Doch erst viel später auf meinem eigenen Weg begann ich zu verstehen, dass körperliche Prozesse weit mehr sind als biologische Fakten. Prägende Beziehungserfahrungen in meinem Leben haben diesen Blick später fundamental verändert: die frühe rationale Körperwelt meiner Kindheit wurde ergänzt durch die Fähigkeit, meinen Körper wahrzunehmen als fühlendes Subjekt mit eigener Intelligenz. Gleichzeitig zeigten mir spätere Erfahrungen aber auch, wie verletzlich ein Nervensystem wird, wenn Bindung nicht sicher reguliert ist. Dieser Bruch war ein Wendepunkt. In der jungianischen Psychologie würde man vielleicht sagen: eine Nacht der Seele – ein innerer Initiationsraum, in dem das Alte zerfällt, weil es nicht mehr trägt. Genau durch diesen Prozess hindurch konnte ich erfahren, wie sich innere Sicherheit tatsächlich anfühlt. Und von dort aus hat sich mein Weg neu ausgerichtet: hin zu Selbstanbindung, Würde, Nervensystem-Regulation und der Integration von TCM, Ayurveda und moderner Wissenschaft – nicht als theoretische Modelle, sondern als lebendiges Erfahrungswissen im Körper.

Vom Schulsystem in die alte Medizin – TCM & Ayurveda

Durch meine Arbeit als Lehrerin wurde mir sehr früh bewusst, wie sehr unser heutiges Schulsystem noch aus alten, hierarchischen Erziehungsidealen gespeist ist – und wie wenig Raum es für echte Beziehung, Co-Regulation und individuelle Entwicklung lässt. Ich spürte intuitiv und körperlich, dass ich Kinder nicht in Leistungslogiken hineinbewerten möchte, sondern sie mit ihrem Nervensystem, ihrer Würde und ihrem Tempo begleiten möchte. Für mich geht Beziehung vor Erziehung. Dieser innere Konflikt, nicht aus meiner pädagogischen Mitte heraus wirken zu können, hat mich dazu gebracht, nach anderen Wege des Lernens und Heilens zu suchen – jenseits von Bewertung, Funktionalität und Norm. Und so führte mich mein Weg zu den alten Medizinsystemen der TCM und des Ayurveda. In ihnen habe ich eine Sprache gefunden, die Körper, Seele, Umwelt, Geschichte und Spiritualität wieder zusammenführt. Die Gemeinsamkeiten beider Systeme berühren mich tief – ihre historischen Wurzeln, ihr gemeinsamer Ursprung in der Beobachtung von Naturprozessen, ihre Anerkennung der Körperweisheit. Meine langen Reisen nach Indien, mehrere Ayurvedakuren und meine intensive Ausbildung in der TCM haben mein Körperverständnis grundlegend verändert. Heute analysiere ich nach der TCM und koche ayurvedisch – und durch meine Lehrerausbildung ist es mir eine große Freude, die sehr komplexen Inhalte so zu vermitteln, dass sie verständlich, zugänglich und erfahrbar werden. Für mich beinhalten beide Systeme unersetzliches Kulturwissen für meine Arbeit im Hier und Jetzt.

Vom vorsprachlichen Erleben zur Prägung meines Nervensystems

Durch Franz Rengglis Methode „Reisen in die eigene Schwangerschaft und Geburt“ habe ich vor vielen Jahren zum ersten Mal erfahren, wie tief der Körper frühe Erfahrungen speichert – weit vor Sprache, weit vor bewussten Erinnerungen. Diese innere Arbeit war für mich der Beginn einer seelischen Forschung in meinen eigenen Ursprung: in den präverbalen Raum meiner Geburt, meiner frühen Bindung, meiner ersten Begegnung mit der Welt. Mir wurde bewusst, wie sehr genau dort bereits Muster im Nervensystem entstehen, die später unsere Beziehungen, unsere Gesundheit und unser Lebensgefühl prägen. Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt meines Weges hin zu meiner heutigen Arbeit rund um Geburtsprozesse und das Wochenbett – weil mein eigenes Leben gezeigt hat, wie früh Körper und Seele beginnen, ihre Geschichte zu schreiben, und wie tief Wandlung möglich wird, wenn wir diesen Ursprung wieder berühren.

Vom Fremdwissen zur inneren Führung

Vor einigen Jahren kam ich dann mit der Methode „Lesen im Bewusstseinsfeld“ nach Stephan Meier in Berührung. Diese Arbeit war für mich ein weiterer entscheidender Wendepunkt, weil ich darüber einen direkten, inneren Zugang zu meiner eigenen Intuition gefunden habe – ohne Umwege über Gurus, äußere Autoritäten oder die ständige Suche nach der „richtigen“ Methode konnte ich nun in Verbindung gehen mit meinem höheren Bewusstsein. Ich erkannte unbewusste Sabotage- und Überlebensmuster, die mich jahrelang im Anpassungsmodus gehalten hatten – und aus dieser Erkenntnis entstand eine neue Form von Selbstbestimmung: nicht als Konzept, sondern als verkörperte Erfahrung. Seitdem vertraue ich meinem Körper und meinem Bewusstsein als präzisen Informationsquellen, die mich durch Übergangsprozesse tragen und selbst in den schwierigsten Momenten Orientierung schenken und ergänze meine Arbeit gerne durch „Lesungen im Bewusstseinsfeld“.

Von der Überlebensstrategie zur nährenden, regulierten beruflichen Verwirklichung

Heute begleiten mich mein Körper und mein Bewusstsein wie ein innerer Kompass, der nicht nur Richtung anzeigt, sondern auch mein Tempo bestimmt und die Grenze markiert zwischen Überforderung und echter Entfaltung. Und diese Haltung bildet den Kern meiner Arbeit: Räume zu eröffnen, in denen ein Verständnis für Körperintelligenz, moderne Wissenschaft, Bindungs- und Nervensystemforschung mit den Erfahrungswelten der TCM, des Ayurveda und altem Wissen naturverbundener Kulturen verwoben sind. Denn wenn wir lernen, die Signale unseres Körpers ernst zu nehmen und als Sprache unserer Seele zu verstehen, entsteht eine Form von Selbstbestimmung, die nicht aus Kampf entsteht, sondern aus Verbundenheit. Aus dieser Basis heraus müssen berufliches Wachstum und persönliche Entfaltung nicht mehr ausbrennen – sondern dürfen nähren und echte Veränderung im Leben kann beginnen.

Qualifikationen & beruflicher Hintergrund

  • Akademischer Hintergrund

    • Studium der Pädagogik, Geschichte, Deutsch und Spanisch in Frankfurt am Main, Madrid und Köln

    • Historikerin und Lehrerin für die Sekundarstufen I + II

    Fachliche Spezialisierungen

    • Entwicklungspädagogik mit Schwerpunkt Bindung

    • diplomierte TCM-Ernährungsberaterin und TCM-Therapeutin (Shen Men Institut)

    • Ayurveda-Weiterbildungen und Kochkurse u. a. in Kerala, Indien

    • Ausbildung als SAFE-Mentorin (Prof. Dr. Brisch)

    Erfahrungsbasierte Kompetenzen

    • langjährige Dozentinnentätigkeit und Unterrichtspraxis

    • Kursleitungen Babymassage (DGBM), Doula-Ausbildung, Mediation & Coaching

    • langjährige Auslandsaufenthalte in Spanien, Südamerika und Indien

    • Gründung und Leitung von „LOUyLOU – Babys verstehen“ (2004–2015)

Nimm gerne Kontakt zu mir auf

Susanne Glöckler