Die Fähigkeit zu lernen ist da – manchmal braucht es nur den richtigen Zugang, damit sie sich entfalten kann.



Wenn sich über längere Zeit Wissenslücken angesammelt haben, immer neuer Stoff hinzukommt und Grundlagen nicht sicher sitzen, kann Lernen unübersichtlich und frustrierend werden. Manchmal braucht es dann zunächst einen klaren roten Faden. In anderen Situationen entsteht Lernen erst wieder über Neugier, persönliche Interessen oder einen ganz anderen Zugang zum Stoff. 

Lernen braucht Struktur – und jemanden, der genau hinsieht.

Ernährungsberaterin Susanne Glöckler

 

Mir ist wichtig, den Menschen vor mir wirklich zu sehen und herauszufinden, was ihm den Zugang zum Lernen erleichtert – statt ihn einer bestimmten Methode anzupassen.

Jeder Mensch weist einen eigenen Weg – nicht die Methode.

Methoden und Materialien wähle ich danach aus, was in der jeweiligen Situation hilfreich ist. Lernen selbst ist dabei keineswegs beliebig. Es folgt grundlegenden Gesetzmäßigkeiten – doch Menschen unterscheiden sich darin, was sie brauchen, um gut lernen zu können.

Sie unterscheiden sich in ihrem Vorwissen, ihrer Aufmerksamkeit und Motivation, ihren Interessen, ihrem Sprachgefühl, ihrer Verarbeitungsgeschwindigkeit und darin, wie sicher sie sich in einer Lernsituation fühlen. Was den einen ermutigt, kann den anderen unter Druck setzen. Manche brauchen zunächst eine klare Regel, andere ein anschauliches Beispiel, eine Geschichte oder einen persönlichen Bezug, damit sich eine Tür zum Thema öffnet.

Auf dieser Seite

  1. Diagnostische Feinfühligkeit
  2. Lernbegleitung & Unterricht
  3. 5. Prüfungskomponente (5. PK)

4. Berufscoaching

5. Für Bildungsträger

6. Beziehung und Lernen

Diagnostische Feinfühligkeit
und fachliche Klarheit

Diagnostische Feinfühligkeit ist für mich ein wesentlicher Teil guter pädagogischer Arbeit.

Dabei geht es nicht nur darum, Wissenslücken zu erkennen. Mich interessiert ebenso, wie ein Mensch lernt, was ihn neugierig macht, was ihn entmutigt, wodurch er Sicherheit gewinnt und welche Art von Unterstützung ihm hilft, zunehmend selbstständig weiterzugehen.

Erfahrung bedeutet für mich auch, viele kleine Signale wahrzunehmen: Wie reagiert jemand auf eine Aufgabe? Wann lässt die Aufmerksamkeit nach? Was geschieht nach einem Fehler? Hilft gerade eine Erklärung oder braucht es noch ein Beispiel? Ermutigt Lob – oder erzeugt es eher zusätzlichen Druck? Ist fehlendes Wissen das Problem oder inzwischen die Angst davor, etwas nicht zu können?

Gleichzeitig braucht Lernen Struktur. Zusammenhänge müssen erkennbar werden, Grundlagen sicher sitzen und neues Wissen an bereits Bekanntes anknüpfen können. Deshalb arbeite ich gerne mit guten, klar aufgebauten Lehrwerken, gehe bei Bedarf zu den Grundlagen zurück und nehme mir die Zeit, Wissen Schritt für Schritt aufzubauen und zu festigen.

Das darf durchaus manchmal ganz „altmodisch“ aussehen: Grammatik und Rechtschreibregeln verstehen, historische Ereignisse zeitlich einordnen, Vokabeln lernen, wiederholen und üben, bis etwas wirklich sicher geworden ist.

Denn ein solides Fundament schafft nicht Enge. Es schafft Orientierung und zunehmend Selbstständigkeit.

Lernbegleitung & Unterricht

In meiner Lernbegleitung schaue ich zunächst genau hin: Was kann ein junger Mensch bereits? Wo ist der Zugang verloren gegangen? Was interessiert ihn? Und was braucht er, um wieder mit Zutrauen lernen zu können?

Gerade wenn sich über Jahre Lücken angesammelt haben, hilft es meiner Erfahrung nach wenig, einfach beim aktuellen Schulstoff weiterzumachen. Dann suche ich zunächst die Stelle, an der der Faden verloren gegangen ist. Dort setzen wir wieder an.

Wo Grundlagen fehlen, bauen wir sie Schritt für Schritt neu auf – mit klarer Struktur, guten Lernmaterialien, Regeln, Übung und ausreichend Wiederholung. Erst wenn das Fundament trägt, gehen wir weiter.

Wo herkömmliche Lernwege nicht greifen, suchen wir gemeinsam nach einem anderen Zugang. Persönliche Interessen, Bilder, Geschichten, Musik oder ganz praktische Zusammenhänge können dabei Türen öffnen.

Dabei möchte ich jungen Menschen nicht nur helfen, die nächste Klassenarbeit zu bewältigen. Mein Ziel ist, dass sie Zusammenhänge zunehmend selbst erkennen, Sicherheit im Umgang mit dem Stoff gewinnen und erleben: Ich kann das verstehen. Ich kann lernen. Und ich kann mir zunehmend selbst helfen.

Ich unterrichte insbesondere Deutsch, Geschichte und Spanisch und begleite Schülerinnen und Schüler bei Prüfungsvorbereitungen. Besonders gerne arbeite ich 1:1, in Präsenz oder online. Dabei können klassische Nachhilfe, systematischer Neuaufbau von Grundlagen und Lernbegleitung ineinander übergehen. Entscheidend ist die Frage: Was braucht dieser Mensch jetzt, um weiterzukommen?

5. Prüfungskomponente (5. PK)

Gerade bei der 5. PK entscheiden eine tragfähige Fragestellung und ein klarer Aufbau wesentlich darüber, ob aus vielen interessanten Gedanken am Ende eine überzeugende Präsentation wird.

Ich begleite Schülerinnen und Schüler auf Wunsch durch den gesamten Prozess: von der Themenfindung und der Entwicklung einer guten Fragestellung über Recherche, Gliederung und inhaltliche Struktur bis zur Gestaltung und Überarbeitung der Präsentation. Gemeinsam prüfen wir den roten Faden, überarbeiten Folien und üben Vortrag und Prüfungsgespräch.

Dabei nehme ich die Arbeit nicht ab. Mir ist wichtig, dass am Ende die eigene Auseinandersetzung, die eigenen Gedanken und die eigene Leistung sichtbar werden – nur klarer strukturiert und sicher präsentiert.

Die Begleitung ist online oder in Präsenz möglich und kann stundenweise oder als individuell vereinbartes Paket gebucht werden.

Wenn du die Begleitung selbst bezahlst oder deine Familie sich Unterstützung gerade nur schwer leisten kann, sag es mir einfach offen. Mir ist wichtig, dass daran eine gute Begleitung nicht scheitert. Wir schauen gemeinsam, was möglich ist.

Berufscoaching &

Bildungs-begleitung

Nicht immer geht es um ein einzelnes Schulfach. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene stehen irgendwann vor größeren Fragen: Was kann ich eigentlich? Was interessiert mich? Welcher schulische oder berufliche Weg könnte zu mir passen? Und wie komme ich von hier dorthin?

In der Berufs- und Bildungsbegleitung unterstütze ich dabei, vorhandene Fähigkeiten und Interessen sichtbar zu machen, Möglichkeiten zu sortieren und aus einer zunächst unübersichtlichen Situation konkrete nächste Schritte zu entwickeln.

Dabei interessiert mich nicht nur, welcher Beruf auf dem Papier zu einem Menschen passen könnte. Ebenso wichtig ist mir die Frage, unter welchen Bedingungen jemand seine Fähigkeiten tatsächlich entfalten kann. Ziel ist nicht, eine Entscheidung für jemanden zu treffen, sondern Orientierung so zu unterstützen, dass eigene Entscheidungen zunehmend möglich werden.

Lernen braucht Beziehung

 

Lernen ist kein rein kognitiver Vorgang. Wer mit Versagensangst, Beschämung oder dem Gefühl beschäftigt ist, ohnehin nichts zu können, hat schlechtere Bedingungen, neugierig zu sein, Fehler zu riskieren und Neues auszuprobieren.

Deshalb gehört für mich zu guter pädagogischer Arbeit ein Gegenüber, das zutraut, ohne zu überfordern, Fehler aushält und Nichtwissen nicht mit mangelnder Fähigkeit verwechselt.

Ich möchte einen Lernraum schaffen, in dem Nichtwissen kein Makel ist. Denn wenn etwas bereits gewusst würde, müsste es nicht gelernt werden.

Ein klarer Rahmen und eine verlässliche Beziehung stehen für mich nicht im Gegensatz zu Autonomie. Im Gegenteil:

Ein guter Rahmen kann Autonomie erst ermöglichen.

Selbstständig weitergehen

 

Mein Ziel ist letztlich, mich zunehmend überflüssig zu machen: Ein junger Mensch soll nicht dauerhaft von meiner Unterstützung abhängig bleiben, sondern Wissen, Strategien und Zutrauen entwickeln, mit denen er seinen weiteren Weg immer selbstständiger gehen kann.